Halli Hallo meine Lieben,
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Shanghai von oben |
seit zwei Wochen bin ich in Australien
und es fühlt sich schon an wie eine halbe Ewigkeit. Im positiven
Sinne. Es hat mich stark an die erste Zeit in Tansanie erinnert. Dort
ging es mir genauso. Es hat sich alles nie wirklich fremd angefühlt.
Heute bin ich spazieren gewesen und habe darüber nachgedacht, warum
es sich so wenig fremd anfühlt. Und die Antwort ist doch recht
einfach gewesen. Zu Hause kann überall sein. Solange es mit
Gottes Willen übereinstimmt. Wenn Er uns an einen bestimmten Ort
ruft, dann wird es in diesem Moment zu unserem zu Hause.
Nun ein kleiner Einblick in meine
Erfahrungen und Eindrücke die letzten Wochen. Ich bin Freitag früh
9 Uhr gelandet und habe den Flughafen um 11 Uhr verlassen. So viele
checks und Kontrollen habe ich noch an keinem Flughafen erlebt. Den
restlichen Tag habe ich fast nur geschlafen. Jetlag ließ grüßen.
Pastor Charlie und Estelle haben mich bei sich vorübergehen
aufgenommen. Warum habe ich nach und nach die nächsten Tage
erfahren. Einigen von euch habe ich erzählt, dass es in Melbourne
drei Gateway Gemeinden gibt und ich für Gateway City arbeiten werde.
Als ich von Benny vom Flughafen abgeholt wurde, hat er mir gleich ein
bisschen was erzählt und gemeint, dass ich in seiner Care-Group
(ähnlich eines Hauskreises oder Bibelkreises) sein werde. Während
wir fahren habe ich mich schon gewundert, warum wir aus dem City
Center rausfahren, aber es waren so viele Dinge die mir erzählt
wurden, da habe ich nicht weiter nachgefragt.
Am Sabbat ging es in die Gemeinde und
dort wurden alle in der Gemeinde Gateway EAST herzlich willkommen
geheißen... Kurze Verwunderung meinerseits, aber ich dachte,
vielleicht ist das nur vorübergehend. Dann wurden alle Gäste
inclusive mir vorgestellt und jeder durfte kurz etwas über sich
sagen. Danach meinte der Leiter der Vorstellungsrunde, dass ich ihr
lang lang langzeit Bibelarbeiter sein werde.... Meine Reaktion
innerlich: Oh ich wusste gar nicht das ich so lange bleiben werde;
und: Ah ich werde also Bibelarbeiterin in Gateway East sein. Ok.
Äußerliche Reaktion: Lächeln und nicken :-) . Natürlich spielt es für
mich nicht wirklich eine Rolle, wo ich genau arbeite, nachdem ich
sowieso kein Vergleich habe. Es war auf jeden Fall ein lustiger Augenblick.
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das Meer bei Philipp Island |
An dem gleich Tag ging es noch auf
Philipp Island, wo wir ein Wochenende als Care-Group-Verantwortliche verbracht haben. Hier wurde mir gleich am zweiten Tag mein Wunsch nach dem Meer erfüllt. Wie habe ich es vermisst. Während des meetings habe ich dann einiges mehr erfahren, auch
wenn noch nicht alles geklärt war. Aber ich bin der Devise
nachgegangen, nicht zu viel auf einmal. Manche Dinge muss man nicht
sofort verstehen. Es sind ohnehin sehr viele Informationen und
irgendwann kann man nichts mehr aufnehmen.
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in hier ein Selfie mit dem ganzen Trupp |
Ich habe außerdem meine Gruppe
kennengelernt, mit der ich zusammen arbeiten werde. Letztlich wurde
ich nach Gateway East „transferiert“, weil sie dort eine neue
Gemeinde gründen und eine oder vielleicht auch zwei weitere
Care-Groups anfangen wollen. Super spannend und ich freue mich, dabei
zu sein. Es ist ineressant zu sehen, wie sich mein warten auf das
Visum am Ende zusammengefügt hat und ich sehen durfte, dass Gott
wirklich immer das perfekte timing hat.
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Essen! |
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Giganten unter sich; v.l.n.r. Fred, Aunti Judy, ich, Helen |
Ich möchte euch noch an einer weiteren
Gebetserhörung teilhaben lassen. Manche von euch haben immer wieder
gefragt, wo ich denn wohnen werde. Ich konnte nie eine genau Antwort
geben, weil ich es ja bis dato noch nicht wusste. Aber ich meinte
immer, dass ich eine Tür haben werde und die für jedermann immer
offen steht mich zu besuchen. Das Angebot steht auch noch immer. Mir
wurde erzählt, dass im Gateway Centre ein Appartment für
Bibelarbeiter zur Verfügung steht, das jedoch keine Tür hat, mehr
einen Vorhang. Seit dem habe ich angefangen Gott um eine Türe zu
bitten. In meinem Kopf war es natürlich die zu einem Zimmer. Die Antwort
auf dieses Gebet ist doch recht interessant. Wie ihr oben gelesen
habt, gründen wir eine neue Care-Group und Gemeinde in Caulfield
University. Dazu brauchen die zuständigen Bibelarbeiter eine Wohnung
oder ein Haus. Das heißt für Violet, die zweite Bibelarbeiterin,
und mich, dass wir auf Haus/Wohnungssuche gehen dürfen. Somit lässt
mich Gott meine „Tür“ sogar selber aussuchen und ich werde nicht
nur eine haben. Denn wie jeder weiß haben Häuser und Wohnungen in
der Regel mehr als eine Tür :D. Unser Gott hat Humor.
Natürlich ist somit unser
Missions-Haus ein Gebetsanliegen und ich bitte Gott, dass er uns zum
richtigen Zeitpunkt, mit nicht zu hoher Miete, am richtigen Ort eines
finden lässt. Der ganze Bewerbungsprozess für Häuser und Wohnungen
ist nämlich gar nicht so einfach hier in Australien.
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mein "Haus-Strand" ca. 1 Stunde fahrt mit dem Rad |
Liebe Grüße aus dem sonnigen und heißen Australien
Sarah